Arnbruck
 

Im Herzen des Zellertales, am Fuß des Riedlsteins inmitten des Bayerischen Waldes liegt Arnbruck, ein Ort, der sich im Kern noch den Charme seiner Ursprünglichkeit erhalten hat. In den Winkeln des Ortes versteckt findet man noch unverfälschte historische Bayerwaldhäuser.

Der Ort war schon früh von Bayern besiedelt. Um das Jahr 950 kam Graf Arno, aus dem Geschlecht der Grafen von Bogen, beim Durchreiten eines Wildbaches in Lebensgefahr. Mit Hilfe eines Siedlers konnte er sich retten. Zum Dank ließ Graf Arno an dieser Stelle eine Brücke bauen: die Arnobrücke.
Der Bach zeichnete sich bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts durch eine besondere Wasserreinheit aus, so dass dort viele Muscheln mit Perlen gefunden wurden. Zeitzeugen berichten, dass sich Jugendliche in den wirtschaftlich mageren Jahren vor Beginn des 2. Weltkrieges ein Taschengeld mit dem Sammeln von Perlen verdienten, die bis nach Prag, Wien und Berlin verkauft werden konnten. Berühmt war auch der Fischreichtum. Neben der Fischerei und dem Perlensammeln lebte der Ort vorwiegend von der Forstwirtschaft und der Konservierung von Pilzen und Beeren der waldreichen Umgebung. Eine Besonderheit waren seit Alters her die Arnbrucker Mischpilze.
Hier befand sich eine offene Hofmark des Klosters Niederaltaich, die 1803 aufgelöst wurde. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Urkundlich wurde Arnbruck erstmals im Jahre 1209 erwähnt. Zahlreiche Feierlichkeiten anlässlich der 800-Jahr-Feier der Gemeinde finden 2009 statt.