Červená Lhota (Rotlhota)

 

Einer der am romantischsten gelegenen Bauten in Böhmen ist das südböhmische Wasserschloß Červená Lhota. Es steht auf einem Felsen, der durch die Sperrung des Tals und die Anstauung des Wasserspiegels des Teiches zu einer kleinen Insel wurde. Die Feste eines Landedelmannes kaufte Jan Kába von Rybňany im Jahre 1530 und ließ sie bald darauf zu einem Renaissanceschloß umbauen. Nach 1641 kam Lhota in den Besitz der Familie Slavata, der Herren im nahegelegenen Jindřichův Hradec. Vor der Mitte des 19. Jahrhunderts ließ E. J. Schönburg-Hartenstein das Schloßexterieur im romantischen Geiste umgestalten. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts verschwanden die Zinnen und andere neugotische Bauelemente. Der Architekt H. Walcher von Moltheim ersetzte sie durch Pseudorenaissancegiebel mit Bögen im oberen Teil, die heute für Červená Lhota charakteristisch sind.