Český Krumlov (Krumau)

 

1253 erstmals erwähnt

Die erste Erwähnung von Böhmisch Krummau stammt von 1253, als man von dem Burgherr Witigo von Krummau spricht. Die ursprüngliche Siedlung, vorteilhaft an der Handelsstraße zwischen den Moldaumäandern situiert, existierte schon im Jahre 1274, bereits 1309 wurde sie als Stadt bezeichnet. Damals gehörte die Herrschaft schon sieben Jahre lang den Herren von Rosenberg, den Verwandten der ausgestorbenen Herren von Krummau. Schon im Mittelalter wurde Böhmisch Krummau zum wirtschaftlichen und kulturellen Mittelpunkt der weiteren Umgebung und die regen unternehmerischen Aktivitäten seiner Einwohner wirkten sich günstig auf das ganze Aussehen und die Anziehungskraft der Stadt aus, die dadurch zu den bedeutendsten ihrer Zeit in Böhmen wurde.

Die Rosenberger kommen

Von 1302 bis 1601 wurde Böhmisch Krummau Residenzstadt der Herren von Rosenberg, die während ihrer Regierung im Land zu dem mächtigsten adeligen Geschlecht nach dem König geworden sind. Eine große Blüte für die Stadt bedeutete die Regierungsära des Herrn Wilhelm von Rosenberg, einer der bedeutendsten Persönlichkeiten der böhmischen Geschichte überhaupt. Dieser Diplomat, Politiker und Oberstburggraf des böhmischen Königtums war für seine Bewunderung der italienischen Renaissancekultur bekannt. Er baute die Krummauer Burg zur bequemen Schlossresidenz um. Auch die Stadt bekam ein neues renaissanceartiges Gewand mit mannigfaltigen Attiken und bemalten oder strukturierten Fassaden. Nach Wilhelms Tod übernahm sein jüngerer Bruder Peter Wok die Regierung, der die Herrschaft wegen Verschuldung dem Kaiser Rudolf II. verkaufen musste.

 

 

     

     

     

     

     

     

     

 

     
     
     

     

 

     

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