Heiligendamm ist ein Stadtteil von Bad Doberan an der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns in der Mecklenburger Bucht. Heiligendamm ist der älteste Seebadeort Deutschlands und Kontinentaleuropas, bereits 1793 erfolgte die Gründung. Der Ort wird aufgrund der von der See aus sichtbaren weißen Häuserreihe in Strandnähe auch die „Weiße Stadt am Meer" genannt. 2004 wurde Heiligendamm als Seeheilbad anerkannt. Durch den G8-Gipfel in Heiligendamm im Juni 2007 erlangte der Ort internationale Bekanntheit.Der Ortsname Heiligendamm stammt von einem Naturereignis. Damals war der Conventer See noch eine offene Meeresbucht und wenn die Warnow Hochwasser führte, floss über einen Nebenarm von Schwaan kommend das Flusswasser über Stäbelow und Parkentin auch über diese Meeresbucht ab. 1326 erst ließ Nikolaus I. diesen Nebenarm bei Schwaan endgültig abriegeln.Beim Ostseesturmhochwasser 1872 hatte das Meer die Meeresbucht durch einen gewaltigen Steinwall aus Flint verschlossen. So war der Heilige Damm entstanden.Heiligendamm ist das älteste Seebad Deutschlands. Es wurde im Jahre 1793 durch den mecklenburgischen Herzog Friedrich Franz I. gegründet. Das erste Badehaus wurde hier am 21. September desselben Jahres eröffnet. Im 19. und 20. Jahrhundert war das Bad stark vom europäischen Hochadel geprägt, auch einzelne Mitglieder der weitverzweigten russischen Zarenfamilie zählten zu den Gästen.Der mecklenburgische Herzog Friedrich Franz ließ auf Anraten seines Rostocker Leibarztes Professor Samuel Gottlieb Vogel das erste deutsche Seebad nahe bei Doberan, seiner Sommerresidenz, errichten. Prof.Vogel wollte die „außer Zweifel gesetzte heilsame Wirkung des Badens im Seewasser in sehr vielen Schwachheiten und Kränklichkeiten des Körpers" nutzen. Die sollte nun auch in Heiligendamm möglich sein. Heute erinnert ein Gedenkstein im Ort an den Gründer des Ostseebades. Die folgenden 80 Jahre blieb Heiligendamm mit allen Einrichtungen Teil des großherzoglichen Domaniums und stand direkt unter der Aufsicht der großherzoglichen Behörden. Die Aufnahme der Badegäste und die Restauration waren einem Pächter überlassen; die Preise wurden ihm im Pachtcontract vorgeschrieben. Die obere Leitung des ganzen Etablissements, wie auch Alles, was in Doberan in die Badeangelegenheiten einschlägt oblag dem Großherzoglichen Bade-Intendanten. Fast zwei Jahrzehnte hatte Hermann von Suckow diese Stellung inne. Johann Christoph Heinrich von Seydewitz, Carl Theodor Severin, Georg Adolph Demmler und andere mecklenburgische Baumeister schufen zwischen 1793 und 1870 ein klassizistisches imposantes Gesamtkunstwerk aus Logier-, Bade- und Gesellschaftshäusern. Dies brachte dem Ort später den Beinamen „Weiße Stadt am Meer" ein und begründete seinen Ruf als das schönste Seebad Deutschlands. Die Inschrift HEIC TE LAETITIA INVITAT POST BALNEA SANUM (‚Frohsinn erwartet dich hier, entsteigst du gesundet dem Bade‘ oder, näher am Original: "Hier empfängt dich nach einem gesunden Bad die Freude") am Giebel des von Baumeister Severin zwischen 1814 und 1816 errichteten Kurhauses wurde zum Leitspruch für das Leben im eleganten Badeort Heiligendamm. Den Namen Heiligendamm erhielt der Ort wegen eines großen Steinwalls, bestehend aus durch die See bloßgelegtem Moränenschutt aus der Eiszeit. Einer Sage nach wurde der Steinwall durch Gebete von Zisterziensermönchen von der aufgepeitschten Ostsee aufgetürmt. Das Gerücht, dass der russische Zar seinen Urlaub in Heiligendamm verbrachte, ist falsch – tatsächlich war angeblich die russische Großfürstin Maria Alexandrowna Romanowa zu Besuch; selbst das ist aber unbestätigt.