Schloss Mostov

     Mostov entstand offensichtlich im 14. Jahrhundert. Erstmalig erwähnt ist es 1353, als es sich in den Händen der Zoswitzer, Bürger aus Eger, befand. Kurze Zeit später erhielten es jedoch die Leuchtenberger und schlossen es an das Lehensystem um Königsberg an der Eger an.  

     Der erste Herrensitz – eine Festung – entstand in Mostov erst im 15. Jahrhundert, nachdem es die Hardeckar-Familie erhielt. Die erste Notiz über die Festung stammt von Anfang der zwanziger Jahre des 16. Jahrhunderts. Archäologische Forschungsarbeiten während der letzten Sanierung bestätigten, dass die Festung aus dem 15. Jahrhundert an der gleichen Stelle stand wie deren jüngerer Nachfolger – das Schloss, das in der Gemeinde offensichtlich erst im 17. Jahrhundert entstanden ist. 1757 wurde es in der Theresianischen Gemarkung als kleineres Herrenhaus beschrieben. Das Schloss wurde irgendwann in den sechziger Jahren des 19. Jahrhunderts völlig umgebaut. Die Kommers-Familie ließ aus ihm einen Sitz im damals modischen pseudogotischen Stil bauen. Die materielle Gestaltung des Schlosses hat sich gegenüber dem Zustand von 1841 jedoch nicht allzu sehr verändert. Vom Kommers-Geschlecht ging der Großgrund besitz an den Großindustriellen Georg Haas von Hasenfels, einen der Miteigentümer der Schlaggenwalder Porzellanfabrik, über. Unter Haas wurde das Aussehen der Außenfassade fert ig gestellt, wovon deren Familienwappen im Giebel der Hauptfassade des Schlosses zeugt. Noch zu Beginn der dreißiger Jahre des vergangenen Jahrhunderts befand sich das Schloss in den Händen von Baronin Olga Haas, die bis zu ihrem Tod im Jahre 1942 hier lebte.