Vyšší Brod (Hohenfurth)

 

Das Stift in Vyšší Brod ist fast schon 750 Jahre lang ein geistliches und kulturelles Zentrum Südböhmens. Es wurde im Jahre 1259 von Vok von Rosenberg gegründet, und die ersten 12 Mönche kamen hierher mit ihrem Abt aus dem Zisterzienserkloster in Wilhering bei Linz. Das Klosterleben in Vyšší Brod blieb ganze sieben Jahrhunderte lang unberührt. Das erste Mal wurden die Ordensbrüder im Jahre 1941 von den Nazis verjagt, im Jahre 1950 wurde das Kloster von den Kommunisten aufgehoben. Heute lebt hier wieder eine Kommunität von Mönchen, die sich bemüht, das Ordensleben und die verfallene Klosteranlage zu erneuern. Die Besucher des Stiftes können einerseits an den Gottesdiensten teilnehmen, andererseits können sie sich den gotischen Dom, den Kreuzgang, den Kapitelsaal, die Barockbibliothek und eine Reihe von Kunstgegenständen in den Expositionen der Stitfssammlungen anschauen. Die Stiftsbibliothek ist die drittgrößte Bibliothek in den böhmischen Ländern. Einen tiefen Eindruck hinterlässt sicher das gotische Tafelbild der Madonna von Vyšší Brod und ein unvergeßliches Erlebnis ist auch der Klang der unikalen Stiftsorgel.